Bambus

Bambus

Bambus ist schon immer sehr beliebt, wenn es um die Dekoration geht. Im Garten oder auch als hipper Sichtschutz in der Wohnung, Bambus liegt optisch voll im Rennen. Dabei bietet Bambus noch viel mehr. Ein Rohstoff, der nachhaltig und umweltbewusst eingesetzt werden kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ob Möbel, biologischer Kunststoff und die unzähligen Varianten, für die dieser eingesetzt werden kann.

Was ist Bambus genau und was steckt dahinter?

Wie schon erwähnt, ist Bambus ein nachhaltiger Rohstoff. Aber wie nachhaltig ist er wirklich und warum zählt Bambus zu den nachhaltigen Rohstoffen, was genau ist Bambus eigentlich?

  • Was ist Bambus genau?

Anders als viele denken, ist Bambus kein Baum, sondern eine Art Gras. Dabei gibt es Bambus in vielen unterschiedlichen Arten, das bedeutet von ganz kleinen Gräsern, die nur einige Zentimeter hochwachsen, bis zu 40 Meter hohen Gräsern ist alles vertreten. Da die Grashalme des Bambus mit der Zeit und dem Wachstum langsam verholzen, lässt sich Bambus optimal als Holzersatz nutzen. Ansässig ist der Bambus in tropischen Gegenden und der Hauptlieferant für Bambus ist China.

  • Welche Eigenschaften hat Bambus zu bieten?

Die großartigen und vielfältigen Eigenschaften des Bambus sind in der Holzindustrie sehr beliebt. Bambus ist hart und langlebig, stabil und trotzdem flexibel und leicht. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass Bambus sowohl für robuste und stabile Möbel und Bodenbeläge eingesetzt werden kann als auch für viele Kleinteile und Alltagsgegenstände.

Wie wird Bambus angebaut und wie nachhaltig ist er wirklich?

Bambus ist eine sehr robuste und unempfindliche Pflanze, dessen Anbau kaum den Einsatz von Düngemitteln oder Pestiziden erfordert. Diese Eigenschaften machen es möglich, dass die Belastungen für die Umwelt durch den Anbau von Bambus sehr gering sind.

Durch den Anbau in tropischen Gegenden ist auch die künstliche Bewässerung deutlich geringer als bei dem Anbau anderer Holzarten. Außerdem hat Bambus die großartige Eigenschaft, dass dieser besonders schnell wächst und daher auch zu den nachhaltigen Rohstoffen zählt. Durch das schnelle Wachstum kann das Gras auch besonders viel CO2 speichern.

  • Wie nachhaltig ist Bambus wirklich?

Die besonderen Eigenschaften des Bambus zeichnen seine Nachhaltigkeit aus. Denn Bambus wächst nicht nur besonders schnell, sondern das Gras verfügt über ein weitreichendes Wurzelsystem. Aus den vielen Wurzeln wachsen immer wieder neue Pflanzen. Genau diese Eigenschaft zeichnet die Nachhaltigkeit von Bambus aus, denn anders als bei den meisten Holzarten, stirbt die Pflanze nicht sofort nach dem Fällen. Bambus lebt weiter und bildet immer wieder neue Pflanzen, die dann genutzt werden können. Auch der geringe Aufwand und die hohe Robustheit der Pflanzen sorgen für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Anbau. Durch das schnelle Wachstum wird der Bestand des Bambus nicht gefährdet, denn neue Pflanzen können schon nach 5 Jahren geerntet werden. Die Nutzung des Bambus für den industriellen Gebrauch beeinflusst also den Bestand kaum bis gar nicht und Bambus ist nicht gefährdet. Damit steht Bambus im Gegensatz zu den meisten anderen Holzarten, was die Nachhaltigkeit angeht, ganz vorne und wird auch in der Industrie immer beliebter.

  • Bambus Anbau - fair oder nicht?

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist es auch wichtig, die Bedingungen für die Arbeiter, Bauern und auch die Art des Anbaus zu beachten. Auch hier kann Bambus bis jetzt punkten. Denn bislang ist der Anbau von Bambus noch nicht kommerziell, das bedeutet, kleine Bauern in China arbeiten hier noch unter den landestypischen Bedingungen. Die verschiedenen Verbraucher und Händler machen sich auch Gedanken über den zukünftigen steigenden Anbau und für Entwicklungsländer wie Äthiopien entstehen dadurch profitablere und bessere Bedingungen als bislang für die anderen typischen Importlebensmittel wie Kaffee oder Bananen. Es wird Wert auf einen nachhaltigen Anbau gelegt, so dass der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit dieses Rohstoffs auch in Zukunft bestehen bleiben kann.

Bambus statt Erdöl oder Tropenholz, die Alternative?

Bambus bietet sowohl eine Alternative zum Erdöl, das kein nachwachsender Rohstoff ist und die Gewinnung dieses zusätzlich aufwendig und gefährlich sein kann, sondern auch zu Tropenholz. Die vielfältigen Eigenschaften des Bambus überzeugen schon jetzt.

  • Bambus vs. Erdöl

Bambus hat im Gegensatz zu Erdöl gleich 2 wichtige Vorteile. Zum einen ist Bambus ein nachwachsender Rohstoff, zum anderen ist die Gewinnung von Erdöl mit einem deutlich größeren Aufwand und Risiko verbunden. Da Bambus hervorragend als Grundlage von Bioplastik eingesetzt werden kann, ist es eine echte und umweltbewusste, nachhaltige Alternative zum Erdöl. Aber das ist noch nicht alles. Auch im Gegensatz zu anderen Grundlagen für Bioplastik wie Mais oder Zuckerrohr ist Bambus vorzuziehen. Denn Bambus wird nicht als Nahrungsquelle genutzt und reduziert daher auch nicht die Produktion und Nahrungsquelle in den entsprechenden Anbauländern.

  • Bambus vs. Tropenholz

Der Regenwald ist stark bedroht und damit auch das dort sehr sensible und wichtige Ökosystem. Die CO2 Lieferanten sind dort sehr gefährdet, was vor allem an der enormen Rodung des Regenwaldes und des enorm langen Wachstums der tropischen Hölzer liegt. Bambus ist ein schnellwachsender und nachhaltiger Rohstoff, der auch durch die kommerzielle Nutzung nicht leidet. So kann der Regenwald geschont werden und das Ökosystem bekommt die Chance, sich etwas zu erholen.

Die Vorteile von Bambus für Mensch und Umwelt

Die vielen Vorteile von Bambus für Mensch und Umwelt sind nicht von der Hand zu weisen. Dabei können sowohl die Bauern als auch die Endverbraucher profitieren, vor allem aber die Umwelt.

  • Bambus ist ein nachhaltiger und schnell wachsender Rohstoff, der für unzählige Varianten genutzt werden kann. Sowohl Möbel, Fußböden als auch Bioplastik und die unzähligen Varianten.
  • Als Alternative zum Erdöl und vor allem als Alternative zum Tropenholz, dessen Bestand gefährdet ist und einen wichtigen Teil zur aktuellen Klimasituation beiträgt. Das Tropenholz und auch der Erdölbestand können so geschützt werden.
  • Durch den Anbau von Bambus ergeben sich für viele Entwicklungsländer neue Möglichkeiten, vor allem wenn hier auf einen fairen und nachhaltigen Anbau geachtet wird.
  • Bioplastik ist eine deutlich bessere Alternative als herkömmliches Plastik, allerdings darf hier nicht vergessen werden, dass kein Plastik immer noch besser als Bioplastik ist.
  • Bambus besitzt vielfältige Eigenschaften, die sich die Industrie zu Nutze machen kann und so für eine Entlastung der Umwelt sorgen kann. Ein echter Gewinn für Mensch und Umwelt, so können beide Seiten profitieren und miteinander harmonieren.